Figur: Dschi Dsche-i Dschunior

„Geht's ... halbwegerlich? Keiner mit dem linken Hüfling aus der Matte gestiegen? Alles in totaliter prunkvoller Launigkeit? Ich tät's wünschen, ich tät's wünschen. Ein Wischerleben ist eh' ein sehr kürzliches und schade ist es um jeden Tag, wo man Trübsal bläst und Gift trommelt und Ärger flötet“

1979, anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Jahr des Kindes“, konnte Dschi Dsche-i Dschunior, den Christine Nöstlinger schon länger konzipiert hatte, das Licht der Radio-Welt erblicken. Darin plauderte ein junger Wischer über seine Alltagsprobleme, beispielsweise mit der Schule, dem Taschengeld, seinen Eltern, den  Altwischern, und seinem kleinen Schwesterwisch. Wischer sind seltsame Wesen, über die man wenig erfährt, bekannt ist jedoch, dass sie drei Reihen von Zähnen haben, ihren buschigen, seidigen Schwanz täglich bürsten, in einem Iglu wohnen und sich auf Rollschuhen fortbewegen. Die Texte von Christine Nöstlinger wurden vom Burgschauspieler Wolfgang Hübsch gelesen, seine Stimme wurde elektronisch verfremdet.
Die kurzen Sendungen wurden im Ö3 Wecker früh am Morgen ausgestrahlt. Daher waren Dschi Dsche-i Wischers Schwierigkeiten mit dem Frühaufstehen ein häufiges Thema. Seine treffenden Beschreibungen des Aufstehens und dem damit verbundenen allmorgendlichen Stress war für viele Kinder - und Erwachsene - sehr erkennbar.